Review der Packliste, heute der Schlafsack
So ein Ausflug bringt immer neue Erkenntnisse über Ausrüstungsgegenstände und gibt Aufschluss welche Dinge man verbessern oder ändern sollte. Ich werde einzelne Teile mal näher unter die Lupe nehmen und schreiben wie sie sich bewährt haben und was ich beim nächsten Mal bestimmt nicht mitnehmen werde.
Der Schlafsack
Der Schlafsack ist ein Kunstfaserschlafsack der Firma Lestra. Die genaue Modellbezeichnung ist Mount Everest 230 (Überlänge) zum Preis von run 70 Euro. Das Gewicht beträgt 2100g, das Packmaß wird mit 23x27cm im komprimierten Zustand angegeben. Der Wärmebereich des Schlafsacks ist: Komfortbereich 4°, Low -2°, Extrem -18°.
Damit ist er weder in irgendeiner Form ein Leichtgewicht, noch ist er besonders klein zu packen. Kurzum – er kann für den Reisenden von seinen äusseren Qualitäten kaum etwas bieten. Seine inneren Werte hingegen sind sehr ordentlich. Im Kopfteil hat er mit Klett eine Baumwolleinlage, die sich herausnehmen und waschen lässt. Er hat einen Wärmekragen und fühlt sich vom Innenstoff kuschlig an. Ich habe keine Sekunde die Mitnahme dieses Schlafsacks bereut, ich konnte die beiden Nächste in Stadtoldendorf wundervoll in ihm schlafen. Das Thermometer fiel in der Nacht herunter auf 5° Grad – damit lag die Temperatur voll im Komfortbereich des Schlafsacks. Bis auf wenige Ausnahmen haben die anderen Teilnehmer des Treffens mit den Sommerschlafsäcken gefroren – der Komfortbereich lag bei den anderen bei rund 10° Grad.
Fazit: Grosses Packmaß, schwer – aber hochwertig von den Werten. Diesen Schlafsack kann ich bedenkenlos weiterempfehlen. Den “Drang” unbedingt vor dem Treffen noch einen neuen kaufen zu müssen, konnte ich unterdrücken. Das war gut so. Dieser Schlafsack erhält in meiner Wertung fünf Sterne, am Ende der Reviews mache ich dann mal eine Auflistung.
Ich hatte für meine Tour letztes Jahr Isomatte und Schlafsack nur nach Packmaß ausgewählt. Mit dem Ergebniss, dass ich zwei Nächte lang alles andere als eine gemütliche Nacht hatte und ziemlich fror. Die neue Ausrüstung ist jetzt wohl doppelt so groß, aber auch dreimal so komfortabel. Besser so.
Definitiv. Motorradfahren ist körperlich durchaus anstrengender als Autofahren und ein guter Schlaf ist für mich auf einer Tour essentiell. Ich sehe das vollkommen ähnlich. Damit hat sich bei mir die Variation Schlafsack mit Isomatte bewährt. Nach der Vorstellung des Schlafsacks folgt nun die Isomatte.