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Archiv für die Kategorie ‘verkehr’

ICE und das UMTS Wunder

18. August 2010 Rabenfeder Keine Kommentare

Der ICE ist ein Wunder. Zumindest immer der ICE mit dem ich durch die Gegend fahre. Manchmal muss ich dieses Verkehrsmittel nehmen und freue mich immer auf lange Fahrten damit. Es ist ruhig (abgesehen vom Türenklappern), klimatisiert (entweder -10 Grad oder +50 Grad), meine Mitfahrer sind freundliche Gesellen (sind betrunken und lallen rum) oder sympathische alte Damen (“Habe ich ihnen schon erzählt?…”) oder sonstwie bemerkenswert.

Weil ich das weiss versuche ich Ablenkung im Internet zu finden, dank UMTS und meinem tollen Surfstick ist das auch kein Problem. Damit ich auch ganz sicher Empfang habe, wähle ich bei meiner Reservierung auch immer den Wagen mit Handy Repeater aus. Dort hat man immer volles Netz und damit sind gute Geschwindigkeiten beim Surfen garantiert. Diesmal war das auch so. Auf der Strecke von Hannover nach München hat das mit dem vollen EDGE Netz auch immer funktioniert – also mit der vollen Leistung. Danach ging leider nichts vorwärts und ich schaute auf 0 kb/s Upstream und 0 kb/s Downstream und das bei Tempo 100 km/h in Bayern. Prima – ich habe das Gefühl, das Internet in Flugzeugen noch in diesem Jahr stabiler wird als bei der Bahn.

Nun, es hat auch einen Vorteil – man kann den Gesprächen anderer besser zuhören und weiss anschliessend das Mitleid der Bekannten besser zu schätzen. Eins aber eins ist wirklich wesentlich – und es bleibt in der Erinnerung haften. Ich versuche es dort zu löschen, es will mir aber nicht gelingen:

“Sänk you for traweling wiss Deutsche Bahn”

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OpenStreetMap – Garmin und das Motorrad

10. August 2010 Rabenfeder 1 Kommentar

Ich mag OpenStreetMap und bin ein durchaus begeisterter Nutzer des Projekts. Wenn es meine Zeit erlaubt bin ich gerne jemand der auch Daten zu dem Projekt beiträgt. Dies kann einerseits durch GPS Track sein oder durch das Hinzufügen von Straßen mit dem JOSM Editor. Vor allem die kleinen Dinge fehlen noch in OpenStreetMap. Dazu gehören beispielsweise Bushaltestellen, Briefkästen, Telefonzellen, Geschäfte, Maximalgeschwindigkeiten und ähnliches. Das Wegenetz selber ist schon ziemlich vollständig (zumindest ist es das in den Gegenden in denen ich mich bewege). OpenStreetMap ist mein Garmin Karten Ersatz, da mir die Garminkarten schlicht zu teuer sind. Desweiteren ist mir noch vollkommen klar was ich dort von Garmin bekomme, wenn ich die Karten erworben habe. Wie kann ich es nutzen, wie schaut es aus und so weiter.

Ich verwende OpenStreetMap daher gerne auf meinem eTrex Legend Hcx für kleinere und grössere Motorrad Touren. Das eTrex ist dafür leider ein bisschen zu klein, das Display könnte einen Tick grösser sein. Gerade auf meinem Einzylinder vibriert es doch recht stark, genaues Hinsehen ist erforderlich und damit ist oftmals der Weg an den Straßenrand fällig, eine kurze Orientierung ist von Nöten. Auch das Routing will dann und wann überprüft werden. Als ich beispielsweise auf der BAB in der Nähe von Erfurt war und gen Göttingen gefahren bin, wollte er mich über Würzburg leiten – also auf die A7, dann runter 200 Kilometer runter nach Würzburg, dort umdrehen und wieder zurück. Kleinigkeiten, die nervig sind – bei diesem Navisystem ist eben noch mitdenken gefordert. Auch werden Autobahnbehelfsabfahrten für Notdienste, Baustellenfahrzeuge und ähnliches gerne als reguläre Autobahnabfahrt angesehen und damit voll im Routing berücksichtigt.

Hinsichtlich des Displays ist vielleicht eine Nummer grösser eine gute Wahl. Das Garmin C* 60 wird derzeit abverkauft, da ein Nachfolger ins Haus steht. Damit ist man sicherlich besser gerüstet. Obendrein ist der Empfang der Satellitensignale deutlich besser.

In der Kombination des Routingsystem mit dem eTrex und dem Gehirn kommt man jedoch gut überall an.

Vielleicht bin ich zu perfektionistisch, dennoch würde ich gerne eine eigene Motorradkarte für das OpenStreetMap Projekt sehen. Aus meinen Erfahrungen heraus bietet die OpenStreetMap Karte zuviele Details, die sich auch nicht vollständig reduzieren lassen. Das kleine Bild zeigt einen Ausschnitt von der Gegend um Auhagen bei Wunstorf, einem nördlichen Eintritt zum Weserbergland. Der angegebene Cycleway neben der Straße ist auch bei extremen Begrenzungen nicht sinnvoll zu entfernen und bietet auf dem Display Informationen an, die für einen Motorradfahrer keinerlei Relevanz besitzen. Es ist nicht von besonderer Relevanz ob neben einer Straße eine weitere existiert, die der Motorradfahrer nicht benutzen darf.

Ich verwende derzeit die OSM All in One Karte von Deutschland. Diese besitzt Typfiles, die mit einer eigenartigen Farb/Bildgebung auffallen. Auf dem Display wirkt diese Information zwar besonders detailliert, jedoch nur wenn man steht. Während der Fahrt verschwimmt das zu einer farbigen Fläche und die Information der eigentlichen Wege udn Straßen geht im Farbrausch unter.

In einem kurzen Diary Eintrag habe ich auf mein Gedankenspiel hingewiesen eine eigene Motorradkarte aufzulegen und fand jemanden, der dies kommentierte. Ich fand eine solche Karte innerhalb von OSM noch nicht. Vielleicht kann dies ja der Start zu einem eigenen kleinen Kartenprojekt innerhalb des OSM Projekt sein. Durch Erzeugung eines eigenen Typfiles und der Wahl der entsprechenden Details, sollte sich eine solche Karte recht gut herstellen lassen. Irgendjemand mit von der Partie?

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Motorradsex – Ich mag es dreckig (Felgen)

26. Juli 2010 Rabenfeder 5 Kommentare

Heute war mein freier Tag. Leider war er nicht vollkommen frei, es mussten Unterlagen zum Finanzamt, ein wenig Papierkram wartete und eigentlich wollte ich dann schön Mopped fahren. Das sollte irgendwie nichts werden und ich fand mich neben Claire, meiner munteren und quietschfidelen Honda NX 650 Dominator wieder. Mich treibt der Gedanken um einen automatischen Kettenöler zu verbauen und so suchte ich nach möglichen Stellen für den kleinen Öltank. Mehr dazu später.

Ich löste hier und da ein paar Schrauben, ölte sie schön ein und zog sie wieder fest. “Der freie Tag des Deutschen ist ja Anlaß genug sein Auto zu waschen”, mit diesem Vorsatz bewaffnete ich mich kurzerhand mit Reinigungszeug. Claire wurde nach und nach durchgecheckt, Bremsbeläge wurden kontrolliert, Kette gereinigt, gelüftet und gefettet. Der Innenraum wurde ausgesaugt und die Fensterscheiben wurden von innen gereinigt. Bildlich waren die Sätze davor gemeint, es wurden irgendwelche Blätter und Schmonzschlonzekelblätter aus den Schutzblechen entfernt und das Helmvisier wurde mal gut gereinigt. Irgendwie blieben meine Augen jedoch an den Felgen hängen. IGITT! Vor allem die hintere Felge sah durchaus grausig aus. Durch abgeflogenes Kettenfett war sie mit Dreckflecken beschmiert, Asphalt, Öl und Bitumen waren weitere Zutaten. Kurzum, es musste hier was geschehen.

Hier das Rezept wie man die Felgen ohne Aufwand wieder guthinbekommt. Man sprüht WD40 dick und statt auf einen Lappen und reibt einmal die Felge damit ein. Dann geht man zurück in die Wohnung und macht sich einen guten Espresso. Dazu verwende man nur die Alukannen für die Herdplatte, sonst geht es nicht. Nachdem man den Espresso genossen hat, vielleicht noch einen Riegel Schokolade verkostet hat, kann man nach unten gehen und mit einem sauberen Lappen einfach drüberwischen. Fertig. Sieht dann im Vorher und Nachher Vergleich so aus:

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Review/Vorstellung Louis Liftstick

21. Juli 2010 Rabenfeder 5 Kommentare

Der Louis Liftstick ist ein kleines, handliches Tool der Motorrad Zubehörkette Louis (Volksmund: Tante Louise). Er wird unter der Schwinge positioniert und hebt durch Auseinanderschrauben seiner Gewindestangen ein Motorrad so an, dass es über den Seitenständer und das Vorderrad gekippt wird. Klingt einfach -- ist es auch.

Diese Methode wird gerne verwandt wenn beispielsweise die Kette gereinigt werden muss. Eine Person hält das Motorrad über Vorderrad und Ständer gekippt, die andere Person kann an der Kette arbeiten. Die Alternative und einfache Lösung ist die Ausstattung mit einem Hauptständer.

Für meine Honda Dominator ist so ein Hauptständer zu einem sinnvollen Preis nicht mehr zu bekommen und so suchte ich nach einem Heber für mein Motorrad, um eben solche Arbeiten wie das Reinigen der Kette auch alleine erledigen zu können. Der Heber sollte möglichst klein sein. Erstens mag ich nicht nur Zeug umeinanderstehen haben, zum anderen wollte ich ggf. auch etwas für eine längere Tour haben was man ganz einfach mitnehmen und dann im Basislager liegen lassen kann. Ich bin auf den Louis Liftstick gestoßen, ein Werkzeug welches dem Augenschein nach alles erfüllen kann. Günstig ist er auch noch. Auf dem folgenden, kurzen Video wird die Anwendung beschrieben und gezeigt.

Fakt ist: Es funktioniert sehr gut -- besser als ich erwartet hätte. Die Honda NX 650 Dominator lässt sich einfach damit anheben. Problem -- ich habe keinen Grund mehr mich vor dem Kettenrumschmieren zu drücken.

Einen kleinen Wehrmutstropfen hat das Werkzeug jedoch, dieser ist leicht zu beheben. Die Gewindegänge sind nicht geölt, da sollte man vor der ersten Anwendung Abhilfe schaffen. Das Zweite ist der äusserst billige Riemen, der zum Arretieren der Vorderradbremse benötigt wird. Ein kleiner, kurzer Spanngurt schafft mehr Vertrauen und hält sicherlich auch länger. Meiner Erfahrung nach steht die Domi am Besten wenn das Lenkradschloss ebenfalls eingerastet ist.

Bezug: Louis
Preis: ca. 30€

(Sorry, für den Ton -- ich übe noch :) )

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Minoura Space Grip – Platz am Lenker

18. Juni 2010 Rabenfeder 2 Kommentare

Der heutige Tipp zum Freitag ist sicherlich nicht sensationell neu, dennoch sollte er allen Moppedfahrern helfen, die über ewige Platzprobleme am Lenker schimpfen. Das Problem als solches ist bekannt, der Lenker eines Motorrads bietet einfach viel zu wenig Platz für das Anbauen von GPS, Kartenhaltern, Handyhaltern, Kocherhaltern, Fernseher und sonstige Dinge, die wir im Alltag nicht missen möchten. Firma Touratech bietet beispielsweise hochpreisiges Zubehör wie GPS Halter für mein Garmin eTrex HCx an, nicht jedoch die passende Halterung, die die Halterung am Lenker fixiert. Dank einer sehr dünnen Lenkerquerstrebe entsteht auch ein echtes Problem, den hochpreisigen Halter sinnvoll zu befestigen. Ein passendes RAM Mount Kit kann das Problem zwar lösen, erzeugt jedoch weitere Kosten und das Haltekonstrukt kostet soviel wie das GPS Gerät selber.

Im Keller sollte sich noch ein Halter finden, Space Grip von der Firma Minoura. Mittels einer Schelle aus Stahlband kann an jeder Stelle, die auch nur halbwegs rund ist, dieses T-Stück befestigt werden. Der Kopf des T-Stücks lässt sich verschieben, in meinem Beispiel kann man das gut erkennen. Auf dem Space Grip habe ich dann meinen Fahrradhalter vom eTrex befestigt. Auf den Webseiten von Garmin wird ausdrücklich von der Verwendung des Fahrradhalters auf einem Motorrad abgeraten – eine Begründung fehlt jedoch. Vielleicht kommt die Begründung noch aus den Zeiten als die Batteriedeckel bzw. die Klemmen aus Kunststoff waren? Durch die Verwendung des Space Grips mit Gummiunterlagen wurden interessanterweise auch Vibrationen des Motors gedämpft. Das GPS ist gut abzulesen, bei Tag und Nacht und wird nun ausgiebig getestet. Sicherlich hätte ich auch gerne die teure Touratech Variante aber irgendwann muss einfach Ende sein. So geht es erstmal auch – auf dem Weg zum Honda Dominator Treffen nächste Woche in Stadtoldendorf werde ich zumindest die Vorzüge des GPS testen können.

Nebenbei dient die Handschlaufe des GPS als Sicherung falls der Fahrradhalter doch mal den Geist aufgeben sollte.

Anmerkungen: Den Artikel kann man in jedem Outdoor Shop erwerben. Beispielsweise bei Lauche und Maas oder Globetrotter.

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Gedanken zur Führerscheinneuregelung

23. Mai 2010 Rabenfeder 1 Kommentar

Voila – der Lappen liegt nun auf dem Tisch. Lappen ist vielleicht der falsche Ausdruck für die neue Plastikkarte mit der ich als Nichtraucher noch einfacher als bisher Zigaretten an Automaten erwerben kann. Alles hat seine Vorteile. Die Freude ist gross, Claire (Red: Name des neuen Motorrads) wartet darauf die richtige Kennzeichentafel zu erhalten, alles ist gut.

Zeitgleich wird im Bundestag über eine Neuregelung der Führerscheine für Motorrad gesprochen, debattiert und kontrovers diskutiert. Ein erneutes Zitieren der Regelungen und der Vorschläge wird dieses Blog nur sinnfrei mit Inhalt vollpappen – wer möchte kann diese Regelugen hier nachlesen: Link.

Von meiner Seite nur ein paar Gedanken zu einigen von den Forderungen.

  • Personen, die länger als 15 Jahre einen Führerschein der Klasse B besitzen, müssen für den Führerschein A1 nur noch eine spezifische theoretische Prüfung ablegen sowie nach einer praktischen Ausbildung am Motorrad eine praktische Prüfung absolvieren.

Ich gehörte zu dieser Gruppe von Menschen. Interessant ist die Frage was sich hier eigentlich ändert im Gegensatz zum bisherigen. Die Antwort ist einfach: die Grundaufgaben entfallen, sprich die “normalen” Regeln im Strassenverkehr werden nicht mehr geprüft. Gerade die sollte doch jeder im Schlaf beherrschen, oder?

Hand auf Herz – derjenige, der wie ich nach 20 Jahren mal wieder einen Führerschein macht, wird verdammt viel neues hören. Hier ein kleines Beispiel:

Ein Linienbus oder ein Bus mit Schulkindern, der mit eingeschalteter Warnblinkanlage an eine Haltestelle heranfährt, hat sofort ein Überholverbot zur Folge, nach seinem Anhalten darf er anschliessend in Schrittgeschwindigkeit überholt werden – beides gilt auch für die Gegenfahrbahn sofern diese nicht baulich abgetrennt ist.

Mal kurz nachgedacht und zu dem Schluß gekommen, dass dieses Verhalten also das nicht Überholen und vor allem die Sache mit der Gegenfahrbahn nie im Alltag zu finden ist. Eventuell wird ein wenig gebremst wenn der Bus auf der eigenen Seite ist aber Schrittgeschwindigkeit? Wer denkt daran schon im Gegenverkehr? Auch recht delikat an der Überlegung und ein kleineres, weiteres Beispiel: Wenn der Bus in eine Bucht fährt, die an einer Haltstelle gelegen ist, gilt diese Regel dann auch?

Antwort: Ja, uneingeschränkt, da diese Bucht auch zur Fahrbahn gehört und damit Teil des Verkehrsraums ist. Man könnte ja dort halten, um jemanden einsteigen zu lassen.

Wenn du obige Sachverhalte schon kanntest, herzlichen Glückwunsch. Damit hast du zumindest den Hauch einer Chance in einer Theorieprüfung mit Grundlagen. Von anderen Dingen wie Abständen beim Halten/Parken möchte ich an dieser Stelle nicht beginnen.

Ich halte es daher für hilfreich das angestaubte Fahrschulwissen mal wieder aufzufrischen und den Staub herunterzupusten. Insgesamt werden mit dem Passus oben dem A1-B Umsteiger (also Auto auf Motorrad 125ccm) 6 Stunden Theorie erspart. Das sind 6 Termine, die für gewöhnlich am Abend stattfinden. Meine Fahrschule bot 2 Termine pro Woche an und in 3 Wochen ist der Kram vom Tisch.

Schmankerl: Der spezifische Teil der Motorrad Ausbildung ist dennoch auch in der Theorie erforderlich. Das sind 4 Stunden. In Summe 10 Stunden, die meiner Meinung nach gut angelegt sind. Wenn ich mir den heutigen Straßenverkehr ansehe, die Geschwindigkeiten, die von 300PS starken Autofahrern (Stichwort SUV) unbedingt erreicht werden müssen, dann halte ich eine Auffrischung des Wissens turnusmässig für sehr hilfreich.

Von dem Punkt: Erste Hilfe am Unfallort mag ich hier nun gar nicht sprechen.

Kategorienmotorrad, verkehr Tags:

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